Warum überhaupt Ökopunkte kaufen?
Die meisten genehmigungspflichtigen Vorhaben mit Eingriff in Natur und Landschaft – vom Baugebiet über die Gewerbehalle bis zur PV-Freifläche – brauchen in der Regel einen Ausgleich. Eigene Ausgleichsflächen zu suchen, zu planen und anerkennen zu lassen kostet Monate. Der Kauf anerkannter Ökopunkte aus einem bestehenden Ökokonto erledigt dieselbe Pflicht meist in Wochen: Punkte reservieren, Vertrag, Abbuchung im Ökoflächenkataster – fertig ist der Nachweis für die Genehmigungsbehörde.
Der richtige Naturraum entscheidet
Der häufigste Fehler: Punkte im falschen Naturraum einkaufen. Die BayKompV verlangt die Kompensation grundsätzlich in derselben naturräumlichen Haupteinheit wie der Eingriff. Prüfen Sie also zuerst, in welcher Einheit Ihr Vorhaben liegt – und dann, ob dort überhaupt Angebot existiert.
Genau dafür gibt es unsere Marktlage-Karte: Sie zeigt je Naturraum, wie viele Punkte verfügbar und wie viele gesucht sind. In knappen Räumen gilt: früh reservieren.
So läuft der Kauf ab
- 1. Bedarf anlegen: Naturraum, Punktemenge und Frist angeben – zwei Minuten.
- 2. Matching: Wir schlagen passende, kombinierbare Bestände vor – inklusive belastbarer Preisspanne.
- 3. Reservierung: Die benötigte Menge wird verbindlich reserviert, während Vertrag und Behördenabstimmung laufen.
- 4. Vertrag & Zahlung: digitaler Kaufvertrag mit Zug-um-Zug-Abwicklung; Zahlung gegen Nachweis.
- 5. Abbuchung: Die Punkte werden im Ökoflächenkataster Ihrem Vorhaben zugeordnet – dieser Auszug ist Ihr Nachweis in der Genehmigungsakte.
Was kosten Ökopunkte?
Die Angebotsspanne liegt bei oekopunkte.com in Bayern derzeit bei etwa 4,50 bis 7,00 Euro je Wertpunkt (Angebots- und Gesuchspreise, keine bestätigten Abschlusspreise) – abhängig von Naturraum, Menge und Zeitdruck. Für ein Vorhaben mit 100.000 WP Kompensationsbedarf sind also grob 450.000 bis 700.000 Euro anzusetzen. Frühzeitige Reservierung in knappen Naturräumen schlägt kurzfristige Beschaffung fast immer beim Preis.
Drei Fallstricke – und wie Sie sie vermeiden
- Falscher Naturraum: Punkte außerhalb der Haupteinheit werden von der Behörde grundsätzlich nicht akzeptiert – Ausnahmen sind selten und vorab mit der Behörde zu klären. Vorher prüfen, nicht nachher.
- Zu späte Beschaffung: Wenn die Genehmigung wartet, steigt der Preis. Bedarf anlegen, sobald die Eingriffsbilanz grob steht.
- Unklare Nachweiskette: Ohne saubere ÖFK-Abbuchung fehlt der amtliche Beleg. Bei uns gehört der Katasterauszug zum Abschluss dazu.
